Reservisten sprachen über sicherheitspolitische Themen
WERL . Sicherheitspolitische Gesprächsthemen sind bei den
Schulschießen der Kreisgruppen des Reservistenverbandes im Normalfall eher
ein Randthema. Beim Schießen der Kreisgruppen Arnsberg und Südwestfalen auf
der Standortschießanlage in Iserlohn-Sümmern am vergangenen Samstag standen
diese jedoch ungewollt im Vordergrund und machten deutlich, dass und vor
allem wie sich die ,,Transformation der Bundeswehr" zukünftig auch auf die
freiwillige Reservistenarbeit auswirken wird.
Mit diesem Schießen verabschiedete sich das ,,Verteidigungsbezirkskommando
34 (Arnsberg)" von den Reservisten. Am vergangenen Freitag waren in
Düsseldorf im Rahmen einer Feierstunde bereits das neue ,,Landeskommando NW"
sowie drei der neuen ,,Bezirksverbindungskommandos für die Zivil-
militärische Zusammenarbeit im lnland (ZMZII)" in Dienst gestellt worden.
Das Landeskommando übernimmt zukünftig auch die Betreuung der freiwilligen
Reservistenarbeit der drei aufgelösten Verteidigungsbezirkskommandos 31
(Köln), 34 (Arnsberg) und 35 (Detmold).
Obwohl mit den Stabsfeldwebeln Schumacher und Gentz bekannte Gesichter als
Ansprechpartner in der Region bleiben, werden die Dienstwege zukünftig
länger und mühseliger. Dies deutete sich bereits im Vorfeld des
Schulschießens durch die Frage an, welche Dienststelle der Bundeswehr denn
die Munitionsversorgung übernimmt. So war bis zuletzt offen, ob das Schießen
überhaupt stattfinden kann. Durch den Einsatz der beiden Stabsfeldwebel und
in der bewährten Organisation durch die Werler Kameradschaft konnten den 130
Reservisten letztlich dann aber doch wenn auch mit etwas weniger Munition
als üblich drei interessante Schießübungen und eine Begleitausbildung zum
Gewehr G36 angeboten werden. Abgerundet wurde die Veranstaltung traditionell
durch die obligatorische Erbsensuppe am Mittag.